Das ABC der Implantologie

Wann sind Zahnimplantate geeignet?

Neben einem gesunden und ausreichend vorhandenen Kieferknochen bildet eine einwandfreie Mundhygiene die wichtigste Voraussetzung für eine Implantation. 

Wenn Sie sich für ein Zahnimplantat entscheiden, wird empfohlen, eine Voruntersuchung durch Ihren Hausarzt oder Internisten vornehmen zu lassen, insbesondere im Falle von Allgemeinerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes etc. Hier wird Sie Ihr Zahnarzt gerne ausführlich informieren.

1. Implantat und Pfosten
2. Krone

Einzelzahnersatz

Klassische Indikation für den Einsatz von Implantaten besteht bei Verlust eines einzelnen Zahnes (hier ein Frontzahn) bei sonst völlig gesundem Gebiss. Die Ursachen des Zahnverlustes sind häufig Unfälle (Sport und Verkehr).

Der Ersatz eines einzelnen Zahnes ist auch im Seitenzahngebiet mit einem Implantat möglich. Bei dem Verlust mehrerer Frontzähne können die Lücken durch mehrere Einzelimplantate geschlossen werden.

Bei einer Versorgung mit einem Einzelzahnimplantat bleiben die gesunde Nachbarzähne intakt. Bei einer konventionellen Brückenversorgung, müssen diese abgeschliffen und überkront werden.

3. Implantat und Pfosten
4. Brücke

Grosse Lücke

Fehlen im Seitenzahnbereich Zähne einer oder beider Kieferhälften, kann bei einer Versorgung mit Zahnimplantaten ein herausnehmbarer Zahnersatz - mit möglicher Befestigung am Gaumen oder anderen Zähnen - vermieden werden.

Voraussetzung ist wiederum eine ausreichende Menge an Knochensubstanz. Die prothetischen Lösungsvarianten können sowohl in einer implantatgetragenen Brücke oder auch in Einzelkronen bestehen. Grundsätzlich ist auch eine Einbeziehung von eigenen Zähnen denkbar, insbesondere dann, wenn diese ohnehin prothetisch versorgt (überkront) werden müssen. Die Aufbaukonstruktion kann dann zementiert oder verschraubbar gestaltet werden. 

Gesunde Zähne bleiben erhalten und der Zahnersatz ist fest „verwurzelt“.

1. Implantat und Pfosten
2. Prothese

Teilbezahnter Kiefer

Nach Jahren schleichenden Zahnverlusts kann es sein, dass nur noch wenige Zähne im Mund verbleiben, die einen Zahnersatz halten können.

Der Halt von Brücken und Prothesen wird immer schwieriger, wenn sich die natürlichen Zähne z. B. durch Schaukelbewegungen lockern. Es lässt sich in solchen Fällen kaum mehr ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Die Versorgung mit Zahnimplantaten sorgt in diesem Fall für eine gleichmäßige Lastverteilung und verhindert eine vorzeitige Zahnlosigkeit.

1. Implantat und Pfosten
Prothese
3. Stegversorgung auf 2 Implantaten

Totalversorgung

Der zahnlose Kiefer stellt eine Hauptindikation für den Einsatz von Zahnimplantaten dar. Die Unterkiefer-Prothese erreicht aufgrund eines über die Jahre starken Knochenrückgangs häufig nur eine geringe Stabilität. Mit Hilfe von Zahnimplantaten kann die Prothese stabilisiert, d. h. durch verschiedene Verankerungssysteme fixiert – oder, wenn es die Situation zulässt, ein vollständig festsitzender Zahnersatz geschaffen werden.

Mit abnehmbaren Brückenkonstruktionen bzw. Prothesen über Stegen oder Teleskopen erreicht man in jedem Fall ein Optimum an Komfort, perfekter Ästhetik, Phonetik und sehr guter Reinigungsfähigkeit. Diese Konstruktionen sitzen in der Regel auf vier bis acht Implantaten und erreichen eine hohe Stabilität. Aber auch mit zwei implantaten in Verbindung mit Kugelköpfen oder Locator® Aufbauten lässt sich ein deutlich höherer Trage- und Pflegekompfort erzielen.

Die auf diesen Seiten enthaltenen Informationen sollen dazu dienen, Grundwissen zum Thema Zahnimplantate zu vermitteln. Sie können in keiner Weise die fachliche Beratung durch einen qualifizierten Zahnarzt ersetzen.