audit berufundfamilie

Als Unternehmen und auch als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von BEGO sind wir mit den verschiedensten Aufgabenbereichen betraut und erbringen jeden Tag miteinander Spitzenleistungen.

Doch kommt es auch hierbei darauf an, Leistung und Erholung in das richtige Verhältnis zu setzen. Unter dem Motto „BEGO ArbeitsLeben – Werte & Lebensqualität schaffen“ möchten wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und der Zertifizierung „berufundfamilie“ das berufliche Engagement und das Privatleben in Einklang bringen sowie mit einem attraktiven Gesundheitsprogramm unterstützen.

Auswahl bereits durchgeführter Maßnahmen im Rahmen der Zertifizierung „berufundfamilie“:

  • Ergonomische Arbeitsplatzanalyse
  • Gesundheitstag
  • Ausbildung zum Ersthelfer
  • Mobile Massage
  • Betriebskantine
  • Kooperation mit dem Hochschulsport Uni Bremen
  • Firmenlauf
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Jährliche Schulungen
  • Sprachkurse
  • Talent Academy
  • Initiative Fair Company
  • Deutschland-Stipendium

Interview mit Felix Levold, Geschäftsführer der BEGO GmbH & Co. KG zum audit „berufundfamilie“


BEGO engagiert sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für ihre Mitarbeiter. Warum?

F. Levold: Gerade als Familienunternehmen sind wir der Meinung, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Zur Zertifizierung durch das audit berufundfamilie haben wir uns entschieden, um unsere familien- und lebensphasenorientierte Personalpolitik auch möglichst nachhaltig im Unternehmen zu verankern und unsere familienfreundliche Unternehmenskultur sowohl intern als auch extern kommunizieren zu können. Nur so können wir gewährleisten, auch in Zukunft als Arbeitgeber für unsere derzeitigen und zukünftigen Mitarbeiter attraktiv zu bleiben.

Die BEGO ist mittlerweile seit über einem Jahr durch das audit berufundfamilie zertifiziert. Was hat Ihr Unternehmen bewogen, sich auditieren zu lassen?

F. Levold: Zur Zertifizierung durch das audit berufundfamilie haben wir uns entschieden, um unsere familien- und lebensphasenorientierte Personalpolitik auch möglichst nachhaltig im Unternehmen zu verankern und unsere familienfreundliche Unternehmenskultur sowohl intern als auch extern kommunizieren zu können. 

Uns hat dabei besonders angesprochen, dass jedes Unternehmen im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung und in Abstimmung mit Mitarbeitern und Betriebsparteien seinen eigenen, aber stetigen Weg gehen kann. Und das dieser Weg verbindlich und verlässlich vereinbart wird.

Welche konkreten Maßnahmen konnten Sie seitdem erfolgreich entwickeln und auch bereits einsetzen?

F. Levold: Der Ausbau der Gesundheitsförderung ist ein Teil unserer Zielvereinbarung des audits und hier haben wir konkrete erste Maßnahmen ergriffen. Beispielsweise wurde der „Steuerkreis Gesundheit“ in Zusammenarbeit aller Betriebsparteien und den Betriebsräten ins Leben gerufen. Der Steuerkreis beinhaltet unter anderem den Arbeitskreis „Arbeitssicherheit“. Hier wird natürlich die Sicherheit am Arbeitsplatz geprüft, aber es wird auch ein Auge darauf geworfen, was am Arbeitsplatz im Sinne der Gesundheit für den Mitarbeiter verbessert werden kann. Wir setzen hier klar auf Prävention.

Über die Verbindung zu unseren sonstigen Gesundheitsangeboten und dem betrieblichen Eingliederungsmanagement ist das ein sehr wichtiges Bindeglied, das auch sehr gute Ergebnisse, in Form von vielem positiven Feedback seitens der Mitarbeiter, liefert. Des Weiteren führen wir in diesem Jahr eine betriebliche Sozialberatung ein: unseren Mitarbeitern steht dadurch bei privaten und beruflichen Problemstellungen direkt im Unternehmen ein kompetenter Ansprechpartner zur Seite, der beraten, erste Lösungsansätze aufzeigen und gegebenenfalls an weitere zuständige Stellen vermitteln kann. Tritt beispielsweise bei einem unserer Mitarbeiter plötzlich Pflegebedürftigkeit eines Elternteils auf, so kann dieser durch die Sozialberatung auf kurzfristige Hilfe und Orientierung zurückgreifen. 

Zudem kommunizieren wir den Nutzen von Teilzeit im Unternehmen möglichst breit, um ein beidseitiges Verständnis für Teilzeitarbeit zu schaffen, da sie – dort, wo es möglich ist – sowohl für Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber zahlreiche Vorteile in der Ausgestaltung von familiengerechter Arbeit bietet. Natürlich gibt es in der betrieblichen Umsetzung auch Grenzen, aber in vielen Fällen können gute Lösungen gefunden werden, die den Interessen beider Seiten gerecht werden.

Das audit berufundfamilie prüft in insgesamt acht Handlungsfeldern. Welche Maßnahmen fokussiert BEGO?

F. Levold: Das ist ein breiter Strauß an Maßnahmen, der sich aus der Zertifizierung für uns in den nächsten Jahren ergibt. Wichtig war und ist für uns, dass wir uns mit Themen beschäftigen, die uns, das heißt die BEGO und ihre Mitarbeiter, weiter bringen und wirklich zu uns passen.

Für uns war dieser Prozess aber auch ergänzend eine gute Gelegenheit, mit unseren Mitarbeitern darüber ins Gespräch zu kommen und herauszufinden „wo noch der Schuh drückt“. Diesen Ansatz verfolgen wir auch nachhaltig sowohl über Mitarbeiterbefragungen als auch in der Zusammenarbeit der Betriebsparteien. Letztlich passt auch der Gedanke der kontinuierlichen Verbesserung in allen Aspekten der Personalarbeit gut zu unserer Unternehmensphilosophie.
Persönlich bin ich schon gespannt auf die Ergebnisse, die dieser Weg für uns noch bringen wird!

Wie überprüfen Sie den Erfolg – oder ggf. auch Misserfolg – der eingesetzten Maßnahmen und Angebote?

F. Levold: Anhand von Mitarbeiterbefragungen können wir Tendenzen in Hinblick auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter bezüglich der Maßnahmen und Angebote ermitteln. Durch den regelmäßigen Austausch mit den Betriebsräten sowie persönliche Gespräche mit Mitarbeitern erhalten wir zusätzlich auch direktes Feedback.

Aus Sicht derzeitiger Mitarbeiter: Was glauben Sie macht BEGO als familienfreundliches Unternehmen aus?

F. Levold: BEGO ist nicht aus Kalkül ein familienfreundliches Unternehmen, sondern aus der  Überzeugung heraus, dass die Familie eines der wichtigsten Güter ist. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, im Rahmen unserer Möglichkeiten dafür Sorge zu tragen, dass Familie und Beruf möglichst gut in Einklang miteinander gebracht werden können. Auch vor spontanen und individuellen Lösungen schrecken wir nicht zurück, wenn die Situation dies erfordert.

Wir stellen aber auch fest, dass es nicht reicht, das Richtige zu wollen. Aus den Rückmeldungen der Mitarbeiter sehen wir durchaus, dass es noch eine Reihe von Themen gibt, die vor uns liegen und mit denen wir uns systematisch beschäftigen müssen. Gerade diese systematische Vorgehensweise wird durch das Zertifikat „berufundfamilie“ gut unterstützt – für uns wie gesagt auch als Weg zur kontinuierlichen Verbesserung und somit als nachhaltiger Prozess.

Die berufundfamilie gGmbH des gleichnamigen Audits betont: „Sind Unternehmens- und Mitarbeiterinteressen ausgewogen, profitieren beide Seiten.“ Welche Vorteile sehen Sie jeweils für BEGO Mitarbeiter und für das Unternehmen BEGO? 

F. Levold: Durch eine familienbewusste Personalpolitik steigen Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft, was wiederum eine Steigerung der Arbeitsqualität zur Folge hat. Schlussendlich bedeutet dies, dass einem Unternehmen, welches sich für die familiären Belange der Mitarbeiter einsetzt, betriebswirtschaftliche Vorteile entstehen. Denn die Kosten, die beispielsweise für die Verbesserung von Arbeitszeitkonzepten oder die Erweiterung des Gesundheitsmanagements entstehen, sind deutlich und nachweislich geringer als diejenigen Kosten, die aus Neubesetzungen, Fehlzeiten oder Fluktuation resultieren. 

Zur Ausgewogenheit gehört aber ebenso, dass sich das Unternehmen die positiven Maßnahmen im Sinne der Mitarbeiter auch langfristig leisten können muss.
Da dreht sich dann das Karussell: „Was gut für die Mitarbeiter ist, ist langfristig auch für die BEGO gut.“ Und „Was gut für die BEGO ist, ist langfristig auch gut für die Mitarbeiter.“

Dies immer gut im Gleichgewicht zu halten, ist eine spannende Herausforderung, der wir uns gerne stellen!

Felix Levold, Geschäftsführer der BEGO GmbH & Co. KG, im Gespräch.
Felix Levold, Geschäftsführer der BEGO GmbH & Co. KG, im Gespräch.