Der Allergiekompass
Hinweise für Zahntechniker
Der Zahntechniker kommt bei der Ver- und Bearbeitung mit z. T. hochreaktiven Stoffen in Verbindung oder stellt sie her. Durch das Schleifen z. B. beim Ausarbeiten der verschiedenen Dental-Materialien werden Stäube erzeugt. Je feiner diese sind, desto tiefer können sie in die Lunge eindringen. Auch Einbettmassen sind potentiell gefährlich, da das enthaltene Quarz sowohl bei der Verarbeitung (kleinste Quarzpartikel im Einbettmassepulver) oder beim Ausbetten von Gussobjekten (Schleifstaub) in Form feinster Stäube freigesetzt wird.
Auch sind bei weiteren Arbeitsschritten potentielle toxische und/oder allergische Belastungen gegeben. So können auch Polierpasten zu unerwünschten Nebenreaktionen führen und sollten von den Restaurationen sorgfältigst entfernt werden. Einige dieser Pasten weisen eine starke Zytotoxizität (Zellgiftigkeit) auf. Es kann daher zu unerwünschten Reaktionen in der Mundhöhle des Patienten oder beim Zahntechniker kommen.
Neben toxischen Reaktionen sind natürlich auch allergische Reaktionen möglich. Um eine gesundheitliche Belastung zu verringern, sollte auf einige Faktoren geachtet werden:
- Gute Entlüftung und Absaugung am Arbeitsplatz
- Gegebenenfalls mit Mundschutz und Handschuhen arbeiten
- Gefäße von Chemikalien, Lösungsmitteln usw. nach Gebrauch verschließen, um ein Verdunsten der Bestandteile zu vermeiden. Nebenbei führt diese Maßnahme zu einer höheren Haltbarkeit dieser Substanzen!
- Beachtung der Herstellerhinweise!
- Auch aus ökologischen Gründen auf fachgerechte Entsorgung von Chemikalien achten. So können Bäder für das Galvanoforming z. B. Antimon, Arsen und andere hochtoxische Elemente als Zusatz für die Glanzbildner (Brightener) enthalten.
Vorsicht ist prinzipiell bei Monomeren angebracht. Unter diesem Gesichtspunkt ist z. B. das Säubern von Prothesen mit Monomerflüssigkeiten kritisch zu betrachten.









