3D-Druck 2.0

Einfach mehr System

Als traditionsreiches Familienunternehmen mit 125 Jahren Dentalerfahrung, Pionier der CAD/CAM-Technologie und Spezialist für sämtliche zahntechnische Verfahrensabläufe bietet Ihnen BEGO mit dem neuen Varseo 3D-Druck-System:

  • ein System, das mit Dentallaboren und für Dentallabore entwickelt wurde
  • ein aufeinander abgestimmtes Portfolio aus eigenentwickeltem 3D-Drucker, zugehörigen wissenschaftlich abgesicherten Materialien, Software-Tools und Services
  • die Möglichkeit zur schnellen, einfachen und kostengünstigen Fertigung unterschiedlichster Versorgungen aus Hochleistungskunststoffen – direkt in Ihrem Labor, absolut flexibel und mit einzigartiger Präzision
ZTM Thomas Kwiedor
Anja Sohn
Axel Klarmeyer

Interview mit Christoph Weiss, geschäftsführendem Gesellschafter der BEGO Unternehmensgruppe zum INDUSTRIEPREIS 2016


Ihr Produkt gehört erneut zu den Besten beim INDUSTRIEPREIS 2016. Können Sie uns Ihre Lösung in 3 prägnanten Sätzen beschreiben?

Chr. Weiss: Unser mit Dentallaboren und für Dentallabore entwickelte 3D-Drucker Varseo bietet die Möglichkeit zur schnellen, einfachen und kostengünstigen Fertigung unterschiedlichster dentaler Versorgungen aus Hochleistungskunststoffen – direkt im Labor, absolut flexibel und mit einer einzigartigen Präzision. So können z. B. Schienen, Bohrschablonen, CAD/Cast®-Modellgussgerüste und individuelle Abformlöffel gefertigt werden. Über den eigenentwickelten 3D-Drucker hinaus, bieten wir ein aufeinander abgestimmtes Portfolio aus zugehörigen wissenschaftlich abgesicherten Materialien, Software-Tools und Services an.

Was ist aus Ihrer Sicht das Innovative an Ihrer Industrielösung?

Chr. Weiss: Nicht nur die Idee des 3D-Druckers allein ist das Innovative, sondern das komplette aufeinander abgestimmte 3D-Druck-System, welches wir unseren Kunden anbieten. Varseo bietet darüber hinaus neben einem großen und erweiterbaren Material- und Versorgungsspektrum eine hohe und von der Anzahl der zu produzierenden Elemente unabhängige Baugeschwindigkeit mit einer überragenden Präzision. Dank des einzigartigen Kartuschensystems ist ein Materialwechsel in wenigen Sekunden möglich und die effiziente Auslastung des Gerätes realisierbar. Zudem ermöglichen auch der geringe Materialverbrauch und die minimale Materialalterung ein besonders effizientes Arbeiten. Auch ist Varseo als „open-file“-Gerät für alle dentalen Softwarelösungen konzipiert.

Warum braucht ein Unternehmen eine Lösung wie Ihre und welche Vorteile bietet sie anderen Industrieunternehmen?

Chr. Weiss: Unser Angebot mit Varseo richtet sich an Dentallabore weltweit. Grundsätzlich verstehen wir uns als verlängerte Werkbank und Partner der Labore und stehen ihnen mit unserer Zentralfertigung in Bremen zur Seite. Zusätzlich bieten wir den Laboren mit Varseo nun die Möglichkeit, bestimmte Kunststoff-Versorgungen, für die eine Zentralfertigung aus Zeit- und/oder Kostengründen nicht sinnvoll erscheint,  direkt im Labor zu fertigen. Und darum geht es schließlich, unseren Kunden Lösungen anzubieten, die für sie wirtschaftlich sinnvoll sind und zu ihrem Erfolg beitragen.

Wie lange dauerte die Entwicklung Ihrer innovativen Lösung und planen Sie weitere Optimierungsmaßnahmen?

Chr. Weiss: Die Entwicklung von Varseo und der dazugehörigen Hochleistungskunststoffe dauerte rund drei Jahre. Dabei haben wir deutlich von unseren jahrelangen Erfahrungen auf dem Gebiet des 3D-Drucks von Metallgerüsten profitiert. Im März 2015 haben wir Varseo auf der Weltleitmesse für die Dentalwelt, der International Dental Show (IDS) in Köln, vorgestellt. Schon zu dem Zeitpunkt haben wir die Erweiterung unseres Portfolios für weitere Möglichkeiten zur Fertigung von Versorgungsmöglichkeiten bekannt gegeben.

Welche fünf Keywords würden Sie mit Ihrer Lösung verbinden?

Chr. Weiss: Der Name Varseo leitet sich ab aus den zentralen Eigenschaften unseres 3D-Druckers: Variabilität, Schnelligkeit, Effizienz und Offenheit. Darüber hinaus steht unser 3D-Drucker für eine sehr hohe Präzision. 

Wie wichtig ist für Sie die Teilnahme an Wettbewerben wie dem INDUSTRIEPREIS und was bedeutet ein solcher Preis für Ihr Unternehmen und Ihre Arbeit?

Chr. Weiss: Ein solcher Preis hat für das Unternehmen BEGO und ihre Mitarbeiter einen ganz besonderen Wert. Es wurde viel Zeit, Energie und natürlich auch Geld in die Forschung und Entwicklung investiert. Anschließend wurde an Marketing- und Vertriebsstrategien getüftelt. Somit tragen alle Mitarbeiter zum großartigen Erfolg von Varseo bei. Mit dem Preis haben wir nun auch von unabhängiger Seite eine offizielle Bestätigung unserer Arbeit, worüber wir uns sehr freuen. Keinesfalls bedeutet dies jedoch, dass wir uns nun auf dem Preis ausruhen wollen. Vielmehr nehmen wir es als sportliche Herausforderung und Ansporn, das System erfolgreich weiter zu entwickeln und am Markt zu etablieren.

Welche Rolle spielt das Thema „Industrie 4.0“ Ihrer Meinung nach für die Wettbewerbsfähigkeit deutschsprachiger Unternehmen?

Chr. Weiss: Die Idee, die hinter dem Thema „Industrie 4.0“ steckt, ist eine ganz elementare, wenn es darum geht, als deutsches Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben. Denn die globale Vernetzung findet nicht nur im industriellen Sektor, sondern in der gesamten Wirtschaft und auch im Alltag statt. Das schafft enorme Wertschöpfungspotenziale. Andererseits sehe ich aber auch eine Chance im Qualitätsversprechen „Made in Germany“, welches zusammen mit sehr vorbildlichen Produktionsprozessen die Aufmerksamkeit des internationalen Wettbewerbs ein Stück weit auf uns lenken kann. Es geht also im Grunde um „das vernetzte Unternehmen“, welches in Sachen Produktivitätssteigerung, Kosteneffizient und Flexibilität den verändernden Ansprüchen der Märkte gewachsen ist. Aber es geht auch stets um ein individualisiertes kundenorientiertes Angebot qualitativ hochwertiger Produkte. Diesen Ausgleich zu schaffen, ist es, was nicht nur deutschsprachige Unternehmen in der Industrie 4.0 auf Dauer beschäftigen wird.

Wie schafft es Ihr Unternehmen, dauerhaft innovativ zu bleiben? Wie sieht Ihre Zukunftsplanung aus?

Chr. Weiss: Wir arbeiten eng mit Universitäten und Instituten zusammen und stehen im permanenten Dialog mit unseren Kunden. So holen wir uns im fachlichen Austausch stetig frische Ideen und Anregungen für unsere weitere Forschung und Entwicklung. Um dauerhaft innovativ zu sein, muss es uns als Unternehmen außerdem gelingen, ein starkes Team aus Mitarbeitern zusammenzustellen, welches unterschiedlichste Fähig- und Fertigkeiten vereint. Ich kann schon jetzt auf das gute Miteinander der BEGO stolz sein. Dennoch ist es uns wichtig, auch in Zukunft. als Arbeitgeber auf dem Ressourcenmarkt attraktiv zu sein und zu bleiben.  Aber auch auf den anderen Märkten verfolgen wir aktuell weitere spannende Optimierungsansätze – man darf also auf neue innovative Lösungen der BEGO gespannt sein! 

Christoph Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der BEGO Unternehmensgruppe
Christoph Weiss, geschäftsführender Gesellschafter der BEGO Unternehmensgruppe