Tutorials – exocad Software

Design für einen neuen Fall übernehmen und/oder für ein anderes Material nutzen

Beispielhafte Ausgangssituation:

Sie haben das Design z. B. eines Provisoriums aus BEGO PMMA Multicolor erstellt und beendet. Dieses Design möchten Sie nun in einer reduzierten Variante für eine verblendbare Brücke (nicht mehr „anatomische Krone“, sondern jetzt „anatomisches Käppchen“) verwenden.

Das im Folgenden beschriebene Vorgehen können Sie auch nutzen, wenn Sie nach Beendigung eines Designs feststellen, dass Sie lediglich ein anderes Material benötigen. 

Das Material einfach nur im Auftragsformular zu ändern ist zwar möglich, wirkt sich aber nicht auf die Materialparameter und den benötigten Zementspalt aus und wird auch nicht an die Fertigung weitergegeben. Die manuelle Übertragung der Parameter auf das Design oder ein Neudesign kann, je nach Konstruktion, sehr aufwendig und zeitintensiv sein.

Lösung: Wir legen keinen neuen Fall an sondern duplizieren den vorhanden, nutzen den Scan weiterhin und integrieren das bereits erstellte Design als Situationsmodell zusätzlich in den neuen Fall.

Hier gibt es nun zwei alternative Vorgehensweisen:

Möglichkeit 1 ist die einfachere und schnell umzusetzende Variante.


1.

Den gewünschten Fall aufrufen und duplizieren.


2.

Alle Projektdaten zum Duplizieren auswählen (Scandaten & konstruierte Dateien).


3.

Waxup für jede Zahneinheit der Konstruktion, die in einem anderen Material dargestellt werden soll, auswählen:

  • Waxup – kopiert das Design 1:1
  • Reduziertes Waxup – kopiert und reduziert das Design (wie im vorliegenden Fall gewünscht).

4.

„CAD“ starten.


5.

„Nur Scandaten laden“ auswählen.


6.

Waxup-Scan importieren.


7.

Scans mit importiertem Waxup werden angezeigt.


8.

Die üblichen Arbeitsschritte bis zum Punkt „Waxup-Berechnung“ vornehmen. Hier wird das importierte Design in den aktuellen Fall automatisch eingefügt.
Falls nötig, kann das Design noch über das Werkzeug „Freiformen“ individuell angepasst werden.


9.

Im Designschritt „Schrumpfen“ wird das komplette Design geschrumpft. Es ist darauf zu achten, dass die Verbinder kontrolliert und ggf. verstärkt werden. Diese werden nicht automatisch auf dem benötigten Durchmesser gehalten.


10.

Das Gerüst kann wie gewohnt fertiggestellt und erneut versendet werden.

Möglichkeit 2 ist die anspruchsvollere Variante. Sie startet identisch zu Möglichkeit 1, bietet aber im späteren Ablauf umfassendere Möglichkeiten zur Gestaltung des Gerüstes.


1.

Den gewünschten Fall aufrufen und duplizieren.


2.

Alle Projektdaten zum Duplizieren auswählen (Scandaten & konstruierte Dateien).


3.

Wichtig !
In diesem Schritt muss der Situ-Scan für jeden Zahn in der Konstruktion ausgewählt werden, damit im späteren Verlauf das bereits getätigte Design eingefügt werden kann.

Mit „OK“ bestätigen.


4.

„CAD“ starten.


5.

Die Software erkennt, dass Scans für das Situ-Modell fehlen und fordert auf, die jeweils richtigen Scans auszuwählen und zuzuweisen.

Der geforderte Datensatz wird oben am Auswahlfenster angezeigt.


6.

Mit gedrückter „Strg“ Taste können mehrere Dateien, die zum jeweiligen Kiefer gehören, ausgewählt werden.

In diesem Beispiel sind es der Oberkiefer und die dazugehörigen einzelnen Stümpfe (23, 24, 26).


7.

Wichtig !
Wenn das Situationsmodell gefordert wird, muss das alte Design ausgewählt werden. Dieses erkennt man daran, dass am Ende des Namens „cad“ steht.


8.

Nach Auswahl des Antagonisten und der Bestätigung durch „Öffnen“, schließt sich das Fenster automatisch und die Datensätze werden im CAD angezeigt.


9.

Bei der Ausrichtung der Scandaten ist darauf zu achten, dass okklusale Flächen grau und basale Flächen rot eingefärbt sind.


10.

Ein manuelles Ausrichten des Situationsmodells ist nur in Ausnahmefällen nötig.


11.

Die einzelnen Zahnformen der Zahnbibliothek sollten grob innerhalb des eingeblendeten Situationsscans positioniert werden, um fehlerfrei in das Situ-Modell eingerechnet werden zu können (mesial sowie distal nicht überlappend zum Situ-Nachbarzahn).


12.

Die Software übernimmt eine exakte Positionierung der Zähne. In einem weiteren Schritt wird das neue Design auch an den Gegenbiss, approximal und an die Gingiva angepasst.


13.

Durch das Werkzeug „Anpassen der Modellzähne“ wird das Design an das Situationsmodell angepasst.


14.

Angepasstes Design.


15.

Falls nötig, können nach der Anpassung Designänderungen getätigt werden. Mit dem Werkzeug „Anpassen – Approximal“ wird Platz für die Verbinder geschaffen.


16.

Wichtig !
Unbedingt darauf achten dass der Pontic an die Gingiva angepasst wird.


17.

Je nach gewünschtem Endergebnis kann in diesem Schritt die gesamte Konstruktion oder auch nur ein markierter Teil geschrumpft werden.


18.

Ab diesem Schritt wird wie gewohnt weiter designt.