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BEGO Podium: Funktion in der Implantatprothetik – ist das überhaupt wichtig?

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Organisatorisches

DauerKursgebührTermin und Veranstaltungsort
1,5 Stunden 0,00 € zzgl. MwSt. Jetzt Anmelden: 12.10.2026, Internet 19:00 – 20:30 Uhr

Kursbeschreibung

Die Einhaltung von Form und Funktion natürlicher Zähne ist eine wichtige Voraussetzung bei zahnärztlichen Restaurationen, angefangen von Einzelzahnfüllungen bis hin zur Implantatprothetik. Das geometrische Zusammenspiel der Kauflächen von Ober- und Unterkiefer setzt sich fort bis in die Kiefergelenke, die man durchaus als distalste Okklusionspaare ansehen kann. Okklusale Interferenzen im Bereich der Kauflächen können zu einer Überbelastung von Zähnen und Parodontien bzw. Implantaten und Implantatlager führen aber auch zu traumatisierenden Fehlkräften im Bereich der Kiefergelenke. Natürliche Zähne haben eine physiologische Eigenbeweglichkeit mit federnden und dämpfenden Eigenschaften durch den Zahnhalteapparat. In diesem Bereich gibt es darüber hinaus Rezeptoren, die über das zentrale Nervensystem Schutzreflexe auslösen können. Diese schützenden Voraussetzungen fehlen den bisher bekannten Implantaten. Deshalb ist es in der Implantatprothetik besonders wichtig, die funktionelle Kauflächengestaltung sorgfältig und störungsfrei umzusetzen.

Natürliche Zähne sind durch ein parodontales Ligament (PDL) im Kieferknochen verankert und weisen durch eine Faserbündelstruktur eine physiologische Zahnbeweglichkeit auf. Osseointegrierte dentale Implantate besitzen dagegen keine Eigenbeweglichkeit. Durch die ankylotische Verbindung des Implantates mit dem Kieferknochen erfolgt bei Kaubelastung eine direkte Kraftweiterleitung auf den periimplantären Knochen. Zudem sind die propriozeptiven Eigenschaften, wie wir sie von natürlichen Zähnen kennen, bei Implantaten erheblich reduziert. Diese unterschiedlichen Eigenschaften der prothetischen Pfeiler, natürlicher Zahn versus Implantat, haben nachgewiesene Konsequenzen auf die Überlebensraten von Restaurationen und sind seit Jahrzehnten immer wieder Anlass für Diskussionen über geeignete Okklusionskonzepte und die Wahl eines optimalen Restaurationsmaterials. Der Vortrag vermittelt ein Update über die Ergebnisse aktueller In-vitro und In-vivo- Studien und gibt Hilfestellungen bei der Umsetzung eines geeigneten Okklusionskonzeptes und bei der Wahl des Restaurationsmaterials.

Referenten

Univ. Prof. Dr. Dr. h.c. Georg Meyer
Ist eine prägende Persönlichkeit der deutschen Zahnmedizin, deren beruflicher Weg von wissenschaftlicher Neugier, internationaler Erfahrung und langjährigem Engagement in Forschung, Lehre und Berufspolitik geprägt ist. Nach seinem Studium in Göttingen widmete er sich über viele Jahre der universitären Arbeit, promovierte, habilitierte sich und sammelte wichtige Impulse während einer Gastprofessur in den USA. Später übernahm er den Lehrstuhl für Zahnerhaltung, Parodontologie und Kinderzahnheilkunde in Greifswald und prägte die Universität auch in leitenden Funktionen. Er engagierte sich in nationalen und internationalen Fachgesellschaften, erhielt bedeutende Auszeichnungen und war in wissenschaftlichen Gremien aktiv. Auch nach seiner Emeritierung bleibt er der akademischen Lehre, der Forschung und der zahnärztlichen Fortbildung eng verbunden und bringt seine Expertise weiterhin in berufspolitische und wissenschaftliche Gremien ein – regional, national und international.

Prof. em. Dr. med. dent. Daniel Edelhoff
absolvierte eine Ausbildung zum Zahntechniker und studierte anschließend Zahnmedizin. Nach einem DFG-geförderten Forschungsaufenthalt an der Oregon Health Sciences University (1999–2001) habilitierte er sich 2003 an der RWTH Aachen. 2006 folgte der Ruf auf die W2-Professur für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde an der LMU München. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für den besten Vortrag der ADT (2010) sowie dreimal mit dem Lehrpreis „Bester Dozent“ der Bayerischen Landeszahnärztekammer. Von 2014 bis 2025 leitete er die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München. Zudem war er Präsident der ADT (2016–2025), Studiendekan für Zahnmedizin (2019–2025) und Section Editor der Fachzeitschrift Clinical Oral Investigations. Seit 2025 arbeitet Prof. Edelhoff in einer Privatpraxis in München mit Schwerpunkt auf ästhetischer Zahnheilkunde, minimalinvasiver Prothetik, Parodontologie und Implantologie. 2026 übernahm er die Leitung der Abteilung Ästhetisch-Rekonstruktive Zahnmedizin an der Danube Private University in Krems. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte umfassen Adhäsivtechnik, vollkeramische Restaurationen, komplexe Rehabilitationen, CAD/CAM-Technologie, Hochleistungspolymere, den Aufbau endodontisch behandelter Zähne und die Implantatprothetik.

Moderation

Dr. Dr. Markus Tröltzsch
ist Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Oralchirurg. Er war als Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Göttingen tätig und leitet jetzt zusammen mit seinem Bruder das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde in Ansbach. Er ist in verschiedenen Fachgesellschaften aktiv, ist Vorsitzender der Akademie Praxis und Wissenschaften (APW) der DGZMK und referiert sowie publiziert vielfach, insbesondere im Bereich der Augmentationschirurgie und an der Schnittstelle von Medizin und Zahnmedizin.

Kurstermin

  • 12. Oktober 2026
  • 19:00 – 20:30 Uhr

Anmeldung

Organisator

  • BEGO Implant Systems GmbH & Co. KG
    Wilhelm-Herbst-Str. 1
    28359 Bremen

Weiteres

  • Für diese Veranstaltung gelten die Veranstaltungs-AGB der BEGO Unternehmensgruppe. 
    Diese sind hier einzusehen.

Ansprechpartner

BEGO TRAINING CENTER

E-Mail: academy@bego.com

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